Samstag, 22. August 2015

Salut tout le monde,
mittlerweile bin ich glaube ich seit 6 Wochen hier in Vieux-Boucau. Langsam reisen einige, die hier saisonal gearbeitet haben auch ab und es wird alles etwas ruhiger hier.
Ich bin jetzt schon so lange hier, dass ich ein Zwischenfazit setzen kann. Ich bin froh, dass ich hier in dem Betrieb bin und dass er nicht so gross ist. Es waere manchmal schon schoener und besser, wenn man mehr zu tun hat, aber ich glaube am anfang waere ich total ueberfordert gewesen, wenn es ein 5-sterne hotel gewesen waere und es keine deutschen Ansprechpartner gegeben haette. Die Arbeit macht Spass, wie schon erwaehnt und ich moechte auf jeden Fall im Bereich Tourismus/ Hotel spaeter arbeiten.

Mein Ueblicher Tagesablauf morgens an der Rezeption verlaeuft folgender Massen:
Die Schicht ist von 9-13 Uhr, das heisst ich bin um 08:50 an der Rezeption und bereite mich vor. Als erstes schliesse ich die Hintertuer, die zur Bar fuehrt und wo 2-3 mal die Woche eine Lieferung fuer die Bar kommt, auf. Als naechstes hole ich aus dem Buero meines Chefs den Schluessel fuer die Rezeptionskasse und den Schluessel fuer den Briefkasten, der neben der Eingangstuer der Rezeption ist. In dem Briefkasten sind die Sachen des Nachtwaechters, der jede Nacht von 0-6 Uhr auf der Anlage seine Runden dreht, drin und eventuelle Postkarten der Kunden, die wir jeden Nachmittag zur Post bringen. Der Nachtwaechter muss jede Nacht einen Bericht fuehren, falls es Unruhe in der Nacht gab und den muss ich mir durchlesen, damit ich vorbereitet bin, falls sich Kunden beschweren kommen. Ausserdem hat der Nachtwaechter ein Geraet, dass er an gewissen Punkten auf der Anlage anschliessen muss und ich werte anhand eines speziellen Programmes aus, wo er wann abgestempelt hat. Falls dort unregelmaessigkeiten auftauchen sollten, gebe ich meinem Chef bescheid und er wird sich dann bei dem Nachtwaechter informieren. Als naechstes ueberfliege ich, ob es bei den Check-outs noch Kunden gibt, die die taxe de séjour (Kurtaxe) noch nicht bezahlt haben oder ob noch ein Restbetrag aussteht. Dann warte ich, dass die Kunden mir den Schluessel zurueck bringen und mache mit ihnen das Check-out. Bei uns ist es noch ein bisschen "altmodisch", was ich aber  nicht unbedingt doof finde. Das Check-in bzw. Check-out ist ein normales Blatt, wo die Leute ihre E-mail Adresse und eine Unterschrift ausfuellen muessen und am Ende des Aufenthaltes ihre Zufriedenheit abgeben koennen. Wenn alle Kunden abgereist sind, ueberpruefe ich die Ankuenfte fuer den naechsten Tag, das heisst ich gucke, ob alle Personen, die ueber Booking.com reserviert haben, auf unserer Ankunftsliste stehen und ob die Personenzahlen und die Anzahl der Naechte uebereinstimmen. Danach gucke ich, dass auch alle Zimmer, die fuer den naechsten Tag reserviert sind, auch auf dem Putzplan des Putzteams stehen.
Gegen 12 Uhr kommt die Post. Dann gehe ich zum Briefkasten und sortiere die Post nach Privatgast oder Betrieb. Falls irgendwelche Reparaturen anstehen, erfassen wir dies ebenfalls im Pc und drucken dies fuer die Hausmeister aus. Wenn die Reparatur erledigt ist, bringen die Hausmeister die Zettel wieder zurueck und wir muessen im Pc eintragen, dass es erledigt ist. Ansonsten warte ich auf Anrufe oder das Kunden oder andere Leute mir eine Aufgabe geben... Um kurz vor 1 Uhr schliesse ich die Tuer zur Bar und die Rezeptionstuere ab und damit ist die morgendliche Schicht beendet.

Wie meine Schicht am Nachmittag verlaeuft werde ich in den naechsten Tagen schreiben.





















Sonntag, 2. August 2015

Salut!
ich weiss, dass ich lange nicht mehr geschrieben habe, aber leider habe ich nicht immer Zeit dafuer und auch nicht immer W-lan. Mir geht es hier soweit gut und die Arbeit laeuft auch. Oft gibt es an der Rezeption nichts zu tun, wie heute zum Beispiel. Ich werde heute auf 15 Check-in's warten und in der restlichen Zeit rufen ab und an mal Leute an. Meine Sprachkenntnisse haben sich schon sehr verbessert. Ich verstehe meistens alles, nur leider kenne ich nicht immer die Antworten auf die Fragen, die mir in der Rezeption oder am Telefon gestellt werden. Die Arbeit, wenn man etwas zu tun hat, macht Spass und ich kann mir vorstellen spaeter in einem Hotel zu arbeiten.
Jetzt schreibe ich mal ein paar wesentliche Informationen zu meinem Praktikumbetrieb auf:
Ich mache mein Praktikum bei Village vacances européen (vve) Albatros SARL. Es ist ein "Feriendorf", wo viele Jugendliche, aber auch Familien Urlaub machen. Alle 10 Tage haben wir den Wechseltag der RUF-Reisen, einer der Reiseveranstalter, die den ganzen Sommer hier sind. Das Feriendorf ist in 13 Haeuser mit 120 Zimmern unterteilt. Es gibt eine Bar, ein Restaurant, einen Pool und 4 Raeume, die man mieten kann. Die Raeume werden eigentlich nur von den RUF-Mitarbeitern benutzt, da sie dort alle moeglichen Sachen fuer ihre Partys und Spiele und Equipment haben. Bei Albatros arbeiten im Moment 16 Personen und viele von ihnen arbeiten auch nur ueber den Sommer hier, das heisst es ist ein sehr kleiner Betrieb. Es gibt keine Auszubildenen, da Albatros nur ueber die Sommermonate geoeffnet hat.

So ich denke das reicht jetzt erstmal. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich die haelfte meiner Zeit hier schon erreicht habe. Es kommt uns allen hier so vor als wuerden wir uns schon total lange kennen und wir koennen uns auch gar nicht mehr vorstellen in 6 Wochen ungefaehr wieder zur Schule oder in die Uni zu gehen. Einerseits freue ich mich, wenn das Praktikum vorbei ist, aber andererseits auch nicht, weil ich dann erstmal all meine neuen Freunde nicht mehr sehen werde.

Ich werde jetzt mal weiter arbeiten und schreibe wieder wenn ich Zeit habe!! :D